Natur Tour

Unterstützung für den Erörterungstermin zum EBS-Kraftwerk Langelsheim - Spenden benötigt!

Im Januar und im März fanden in Langelsheim die Erörterungstermine zum Ersatzbrennstoff-Kraftwerk der Fa. Maxxcon statt. Beim Bau dieses Kraftwerks würde, bei deutschlandweit sinkenden Abfallmengen, ein Mülltourismus Richtung Langelsheim mit der dazugehörigen Verkehrsbelastung auf die Region zukommen. Dieses Kraftwerk, das unserer Meinung nach über eine unzureichende Luftreinigung verfügt und die ganze Vorharzregion belasten wird, gilt es zu verhindern.

Die BUND-Kreisgruppe Goslar hat eine umfangreiche kritisch-ablehnende Stellungnahme zu diesem Projekt verfasst. Dabei hat uns der Bundesarbeitskreis Abfall des BUND-Bundesverbandes sehr geholfen. Als Sachverständigen für die Erörterungstermine konnten wir einen Mitarbeiter dieses Arbeitskreises, Herrn Ingo Gödeke, der bereits viel Erfahrungen mit Erörterungsterminen dieser Art im Abfallbereich hat, gewinnen.

Er hat bundesweit erfolgreich an zahlreichen Erörterungsterminen teilgenommen und konnte für unsere Sache bei diversen Projekten schon gute Erfolge erzielen unter anderem in Karlsruhe, Großenlüder in Osthessen, Ettenheim bei Freiburg, Wetzlar und Ahrental in Österreich. Er setzt sich seit Jahren kritisch mit der Müllverbrennung auseinander und möchte umweltschonendere Alternativ-Verfahren aufzeigen und erläutern.

HerrGödeke war bereit, die BUND-Kreisgruppe Goslar mit seiner Sachkunde und seinem Engagement in den Erörterungsterminen zu vertreten, bat jedoch um eine Aufwandsentschädigung bzw. Übernahme seiner Kosten von rund 1000 €. Da die BUND-Kreisgruppe über diese Mittel nicht verfügt, wir jedoch seine Teilnahme am Erörterungstermin für außerordentlich wichtig hielten, hier nun ein Spendenaufruf.

Wir bitten alle Kritiker des EBS-Kraftwerks Langelsheim um Spenden, um unsere Kosten für die Unterstützung beim Erörterungstermin decken zu können.

Geben Sie als Verwendungszweck bitte „EBS-Langelsheim“ an. Vielen Dank!

Unser Spendenkonto: 50 96 60 57 00 bei der Volksbank Nordharz e.G. (BLZ 268 900 19)


Naturkundlich-geologischer Führer durch den Harly fertiggestellt

Auf geologische Entdeckungsreise in den Harly - Neue Geopark-Broschüredes BUND Goslar erschienen - Neuer Baustein des Drei-Länder Geoparks Harz – Braunschweiger Land – Ostfalen in Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen

Als „geologisches und botanisches Schatzkästlein“ wird der Harly in Fachkreisen bezeichnet. Und doch bleibt der kleine Höhenzug nördlich des Harzes bei der Stadt Vienenburg häufig unbeachtet.
Als Teil des Geoparks Harz – Braunschweiger Land – Ostfalen soll sich das nun ändern. Eine neue Broschüre weist den Weg auf drei Entdeckungstouren durch den Harly.

Seinen Namen hat der Höhenzug nicht etwa von dem bekannten Motorradhersteller. Seine Tradition geht viel weiter zurück, auf die im 13. Jahrhundert errichtete Harlyburg. Einst vom welfischen König Otto
IV. als Befestigung für seinen Krieg gegen das staufertreue Goslar errichtet, sind heute von der Anlage nur noch einige große, in den Fels geschlagene Wehrgräben zu sehen. Die Burg selbst bestand nur 88 Jahre.

Die Gesteine des etwa sechs Kilometer langen und ein bis zwei Kilometer breiten Höhenzuges entstanden vor über 240 Millionen Jahren im so genannten Erdmittelalter. An vielen Stellen im Harly sind Abfolgen
dieser Gesteine an der Erdoberfläche sichtbar. Besucher finden im Harly auf diesen Gesteinen eine farbenfrohe Vielfalt an Pflanzen und Tieren. Der Buchen-Laubwald zeigt sich jahreszeitenbedingt mal in sattem Grün und mal in schillernden Rottönen. Buschwindröschen, Bärlauch und ein beeindruckender Mammutbaum zieren die Wege. Typische und schutzwürdige Tiere des Harly, die man beim Wandern mit etwas Glück auch sehen kann, sind z.B. der Eisvogel, die Wasseramsel, der Schwarzspecht, die
Wildkatze und verschiedene Fledermausarten. Vom Harly-Turm, der an Sonn- und Feiertagen bewirtschaftet ist, hat man einen weiten Blick auf Harz und Harzvorland. Insgesamt ein beliebtes Naherholungsgebiet zum Wandern und Mountainbiken.

Ebenfalls zum Projekt des BUND gehörten vier neue Hinweistafeln entlang der Wege – sie zeigen eine Übersichtskarte mit allen Wanderrouten, die am Parkplatz beim Kloster Wöltingerode beginnen, und den Bezug der Geologie zu den Tieren und Pflanzen. Die neue, vierfarbige Broschüre beschreibt auf über 60 Seiten anschaulich die Entstehungsgeschichte und die Highlights des Höhenzuges, die entlang der Wege vorhandenen geologischen Zeugnisse und zu beobachtende Tiere und Pflanzen. Zudem lockern Geschichten und Sagen der Region den fachlichen Part etwas auf.

Die Erstellung der Broschüre wäre nicht möglich gewesen ohne die Förderung von Umweltlotterie Bingo-Lotto, Niedersächsischer Umweltstiftung, Sparkasse Goslar/Harz, E.ON Avacon AG, Landkreis Goslar,
Stadt Vienenburg, Interessengemeinschaft Handel, Handwerk und Gewerbe Vienenburg e. V. (IGV), Vienenburg-Tourismus e.V. sowie Volker Schmidt Tischlerei und Drechslerei Vienenburg. Dafür danken wir ganz herzlich!

Zu beziehen ist die neue Broschüre bei der Tourist-Information Vienenburg, Postfach 11 12, 38686 Vienenburg, unter der Rufnummer 05324/4044 und 1777 gegen 1,50 € Porto- und Versandkosten-erstattung.
Öffnungszeiten Mo., Mi., Fr. 10.30 - 12 Uhr, Do. 15 - 17 Uhr.

Weitere Infos: www.vienenburg-tourismus.de, info@vienenburg-tourismus.de


Naturkundlich-geologische Erlebnispfade am Butterberg

2005 hat die BUND-Kreisgruppe Goslar den Kauf des Naturschutzgebietes Butterberggelände in Bad Harzburg durch die Stiftung Naturlandschaft (Königslutter) vermittelt. Die Kreisgruppe ist zuständig für die praktische Betreuung des Schutzgebietes.

Um Wanderer und auch Anwohner auf die Schönheit und Besonderheit dieses Kalk-Buchenwaldes hinzuweisen, haben wir 2007 mit freundlicher Unterstützung von BINGO! Die Umweltlotterie/Niedersächsische Lottostiftung und der Niedersächsischen Umweltstiftung einen naturkundlich-geologischen Führer über den Butterberg erstellt, der als Nr. 14 der Reihe "FEMO-Erlebnisführer" des Geoparks Harz - Braunschweiger Land - Ostfalen erschienen ist. Darüber hinaus wurden drei Informationstafeln erstellt, die den Wanderern entlang des Butterberg-Kammweges interessante Kurzinformationen bieten.

Damit ist dieses beliebte Wandergebiet bei Bad Harzburg am Nordharz nun auch ein öffentlich gut wahrnehmbarer und beschilderter Teil des Geoparks und seiner spannenden Geologie, Flora und Fauna geworden.

Die Broschüre liegt in der Stadt Bad Harzburg kostenlos im Haus der Natur im Kurpark, in der Tourist-Information, im Service-Büro der Stadtverwaltung und am Campingplatz "Am Wolfstein" aus.


Jahreshauptversammlung des BUND am 23.4.09

- Bericht-

Jüngst traf sich der BUND Goslar zu seiner jährlichen, in diesem Jahr gut besuchten Mitglieder-versammlung. Zu Beginn hielt Herr Dr. Martin Bollmeier vom Naturwissenschaftlichen Verein Goslar einen informativen Vortrag über Lebensweise und Vorkommen der Fledermäuse im Landkreis Goslar. Er informierte über Artenvielfalt, Unterscheidungsmerkmale, Fortpflanzung, Verhaltensweisen und Sommer- und Winterquartiere dieser spannenden und geheimnisvollen Säugetiere. verser Fledermausarten. Schwerpunkte des Vortrags waren die Orientierungsweise (Echoortung) und die Gefährdung und der Schutz dieser vom Aussterben bedrohten fliegenden Säugetiere.

Im Verlauf der Mitgliederversammlung stellten der Vorstand und Kassenwart ihre Rechenschaftsberichte vor und wurden von den Mitgliedern einstimmig entlastet. Ein wichtiger Schwerpunkt der Arbeit des BUND Goslar waren in diesem Jahr die Planungen zum Bau des ESBS-Kraftwerks in Langelsheim und deren kritische Begleitung. Aus diesem Grund waren auch aktive BUND-Mitglieder und Unterstützer aus Langelsheim anwesend. Ein weiterer Schwerpunkt war die Erstellung des stark nachgefragten Geopark-Wanderführers „Von Wöltingerode zum Muschelkalkkamm – Der Harly“. Außerdem wurden vom BUND Goslar viele Veranstaltungen angeboten: Wanderungen im Nationalpark zusammen mit dem Nationalpark-Besucherzentrum Torfhaus, die Natur-Tour mit Wibeke Schmidt in Goslar und die Wildkatzenwanderungen mit Mandy Henning-Hahn im Schimmerwald. Der Arten- und auch der Tierschutz bleiben weiterhin wichtige Anliegen des BUND, was sich im Bau von von Schutzzäunen in der Amphibienwanderzeit, aber auch im Einsatz gegen die tierquälerische Massentierhaltung im Landkreis Goslar ausdrückt.

Wichtigster Beschluss der Mitgliederversammlung war jedoch die Neugründung einer Ortgruppe Langelsheim des BUND. Aufgrund der Aktivitäten gegen den Bau des dort geplanten Kraftwerks organisierten sich mehrere Neumitglieder zu einer Ortsgruppe, die in Langelsheim für den BUND aktiv werden wird. Zur Sprecherin dieser Gruppe wurde Anette Birnbaum gewählt.

Im Ergebnis der Vorstandswahlen setzt sich der neue Vorstand folgendermaßen zusammen: 1. Vor-sitzender Knut Haverkamp (Upen), 2. Vorsitzende Wilfried Janke (Jerstedt) und Dr. Friedhart Knolle (Goslar). Beisitzer wurden Marco Rehberg (Othfresen), Cornelia Grote-Bichoel (Goslar) und Anette Birnbaum (Langelsheim). Die Versammlung dankte dem scheidenden Vorsitzenden Marcus Bollmann (Clausthal-Zellerfeld) für seine engagierte Arbeit der letzten Jahre.


Leise Pfoten - Wilde Wege!

Wanderung zum Thema Wildkatze am 10. Oktober 09

Mandy Henning-Hahn, Projektkoordinatorin des BUND-Landesverbandes e.V., bietet am Samstag, den 10.10.09 eine Wanderung durch den Schimmerwald an. Die Teilnemer erfahren dabei wissenswertes über die Wildkatzen in Niedersachsen und das BUND-Projekt "Rettungsnetz Wildkatze".

Treffpunkt für die leichte 3-stündige (mit Pausen) Tour ist der "Eckerkrug" in Eckertal um 10:00 Uhr.

Rucksackverpflegung nach Bedarf, ansonsten besteht im Anschluß auch die Möglichkeit zur Einkehr im "Eckerkrug".

Anmeldung und Information unter Tel.: 0511-96569-0 (Mandy Henning-Hahn, BUND Landesverband Niedersachsen e.V.). Die Teilnehmerzahl ist auf 25 begrenzt.

Die Veranstaltung ist kostenlos!

Der nächste Termin: 12.12., 11.00 h


 

Veranstaltungen mit dem Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus

5.10.09: DasDas Grüne Band – Ausbreitungskorridor für den Luchs (ca. 12 km, ca. 7 Stunden), Sonderveranstaltung mit Gebühr. Rundwanderung am Harzer Grenzweg und zur Rabenklippe, gemeinsame Anfahrt mit dem Erdgasbus, Anmeldung und Informationen unter Tel. 05320–331790

7.10.09: Wanderung „Das Grüne Band – Vom Todesstreifen zur Lebenslinie“ ca. 12 km, ca. 6 Stunden Sonderveranstaltung mit Gebühr: Rundwanderung im ehemaligen Grenzbereichunterhalb des Brockens, Anmeldung und Informationen unter Tel. 05320–331790

15.10.09: Wir erforschen den wilden Wald

Naturerlebnis für Familien, Dauer 2-3 Std., Treffpunkt 10 Uhr, Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus, Anmeldung und Informationen unter Tel. 05320–331790.

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BUND-Vorstandssitzung

die nächste Sitzung findet am 19. Oktober, 19.30 h statt. (Mitgliederöffentlich, sonst nach vorheriger Anmeldung)


Unterschriftenliste Steinberg und Königsberg

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Aktualisiert: 2009-10-01

 

Kreisgruppe Goslar